12.05.2016

Zum heute ins Plenum eingebrachten Antrag von CDU und SPD, „Pferdekutschenbetrieb in geordnete Bahnen lenken“, sagt Philipp Magalski, tierschutzpolitischer Sprecher der Piratenfraktion:

„Nach monatelanger Blockade unseres weit ausführlicheren Antrags zu Pferdekutschen in Berlin, bequemen sich SPD und CDU endlich dazu, sich selbst des Themas anzunehmen.

Von einer ernsthaften Verbesserung für die Situation der Pferde kann trotzdem keine Rede sein. Der Antrag der Koalitionsfraktionen spricht von einem beliebten touristischen Angebot. Aktuelle Umfragen zur Akzeptanz sowie die kürzlich eingebrachte Petition gegen die Kutschen mit mehr als 70.000 Zeichnenden ergeben ein ganz anderes Bild. Von dieser Realität und dem Leid der Tiere, das von allen Tierschutzverbänden und uns seit Jahren beklagt wird, will die Koalition weiterhin nichts wissen.
Die von der Koalition vorgeschlagenen Maßnahmen, wie ein angepasster Standort oder ein vorgeschriebener Ruhetag, sind nur Scheinlösungen und bringen lediglich minimale Erleichterungen für die Pferde.

Es gibt keine artgerechte Haltung von Pferden im Straßenverkehr. Daher müssen Pferdekutschenbetriebe innerhalb des S-Bahn-Rings eingestellt werden. Alles andere ist inkonsequente Augenwischerei.“

Antrag der Piratenfraktion:

Keine Pferdefuhrwerke mehr in Berlins Innenstadt (Drs. 17/1949)

Ein Kommentar

  1. 1

    Ich bin die Initiatorin der Petition „Endgültiges Pferdekutschenverbot in Berlin“ mit über 70.000 Unterstützern. Nun, ich habe damit gerechnet dass es wohl auf eine Neue- Reglementierung hinausläuft – denn wenn das Thema Pferdekutschenverbot in Berlin zur Sprache kommt – wird von den Koalitionen Tätigkeit simuliert damit sie ja nichts tun müssen.
    Die „Bild-Zeitung“ war eine der ersten, die die Entscheidung veröffentlicht hat. Die zusammengebrochenen Pferde sowie Kutschunfälle werden als „Einzelfälle“ abgetan. Interessant; denn wie viele von diesen tragischen „Einzelfällen“ braucht unsere Hauptstadt noch um zu verstehen, dass Tiere nichts im Straßenverkehr des 21. Jhd. zu suchen haben?!

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