30.06.16

Die bereits 2013 von der Piratenfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus beantragte Einrichtung einer Gewaltschutzambulanz erweitert zum 1.7.2016 ihr Angebot um die vertrauliche Spurensicherung bei Opfern sexualisierter und häuslicher
Gewalt. Bei der vertraulichen Spurensicherung können Betroffene von sexualisierter Gewalt zum Beispiel DNA-Spuren des Täters oder der Täter gerichtsfest sichern lassen, ohne dass sofort eine Anzeige bei der Berliner Polizei erstattet werden muss. Dies war in Berlin bisher nicht möglich. Zudem werden auch die Öffnungszeiten erweitert.
Seit Beginn des Jahres 2016 haben sich bereits 400 Personen an die Gewaltschutzambulanz gewandt.

Hierzu Christopher Lauer, innenpolitischer Sprecher der Piratenfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus:

„Ich freue mich sehr, dass die Gewaltschutzambulanz nach ihrem Start 2014 ihr Angebot jetzt so ausbauen konnte, dass eine vertrauliche Spurensicherung bei Opfern sexualisierter und häuslicher Gewalt möglich ist. Ebenfalls freut mich, dass die Öffnungszeiten der Gewaltschutzambulanz ausgeweitet wurden.
Damit entsteht in Berlin ein sehr niederschwelliges Angebot für die Opfer von sexualisierter und häuslicher Gewalt. Ich erhoffe mir dadurch insbesondere, dass es zu mehr Anzeigen gegen Täter kommt und diese durch eine bessere Beweisführung leichter verurteilt werden können. Dies entlastet auch Polizei und Staatsanwaltschaft. Als Gemeinschaft müssen wir es Tätern so schwer wie möglich machen, ungestraft davon zu kommen.
Gleichzeitig vermittelt die Gewaltschutzambulanz Betroffenen Kontakt zu Opferschutzverbänden, die bei der Bewältigung der traumatisierenden Erlebnisse helfen und insbesondere in der schwierigen Zeit des Prozesses Beistand leisten können.
Es ist nicht üblich, dass ein Antrag der Opposition in dieser Form aufgegriffen und umgesetzt wird. Daher möchte ich mich auch ganz herzlich bei Frau Dr. Ina Czyborra und Herrn Sven Kohlmeier aus der SPD-Fraktion bedanken, ohne die die Gewaltschutzambulanz in den letzten Haushaltsberatungen mit Sicherheit nicht die Mittel bekommen hätte, die für die Bereitstellung eines solchen Angebotes nötig sind. Ohne die Mitarbeiter*innen der Piratenfraktion gäbe es die Gewaltschutzambulanz heute auch nicht. Auch ihnen gilt mein Dank.“

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