Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Erzieher_innenberufs und des Berufs als Kinderpädagog_in

Nach dem Ausbau der Kitaplätze in Berlin wird klar, dass die dringend benötigten Fachkräfte im Kita-Bereich fehlen. Ohne sie kann die Qualität der pädagogischen Arbeit nicht gesichert werden und der Bildungsauftrag der Kindertagesstätten nicht erfüllt werden. Bisher blieb der Senat einen Maßnahmeplan zur Steigerung der Attraktivität des Erzieher/-innenberufs schuldig, will lediglich die Ausbildungskapazität an Fachschulen für Sozialpädagogik erhöhen. Das allein reicht nicht, es hat sich gezeigt, dass viele Absolvent_innen der Fachschulen nach ihrer staatlichen Anerkennung als Erzieher_in ein Studium mit dem Ziel, zukünftig als Grundschullehrer_in zu arbeiten, ergreifen.

Grund hierzu ist u.a. die geringe Vergütung der Tätigkeit, daher möchten wir mit unserem Antrag u.a. dass die Bezahlung von Erzieher_innen, Kindheitspädagog_innen  sich an der höchsten Vergütung von angestellten Lehrer_innen an Grundschulen orientiert. Unser Ziel soll eine Angleichung der Gehälter von Erzieher_innen und Grundschullehrer_innen sein, ohne dass das der Grundschullehrer_innen  sinkt. Weiterhin fordern wir Quereinsteiger_innen, Auszubildende und Studierende, die in Kindertagesstätten eingesetzt werden, nicht auf den Personalschlüssel anzurechnen, da es sich hierbei nicht um staatlich anerkannte Fachkräfte handelt. Wir setzen uns dafür ein, dass  Quereinsteiger_innen grundlegend die Möglichkeit erhalten, sich stufenweise berufsbegleitend zu staatlich anerkannten Erzieher_innen bzw. Kindheitspädagog_innen qualifizieren zu können. Deutlich zur Entspannung der Lage wird die Anerkennung ausländischer Abschlüsse führen, die eine Qualifikation für die pädagogische Arbeit in Kitas und Kinder- und Jugendeinrichtungen darstellen.

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Status: In Arbeit

Den Pakt der Städte und Regionen des Kongresses zur Beendigung der sexuellen Gewalt gegen Kinder unterzeichnen

Im gemeinsamen Antrag aller Fraktionen des Abgeordnetenhauses wird der Pakt zur Beendigung der sexuellen Gewalt gegen Kinder der Städte & Regionen des Europarates unterstützt, der sich für folgende Forderungen einsetzt:

  • Aufklärung der Kongressmitglieder, kommunalen und regionalen Stellen, Gemeinde- und Regionalverbände und anderer Partner über die Ziele der Kampagne;
  • Förderung der Anwendung der Rechtsstandards und -instrumente des Europarates (Lanzarote-Konvention und Richtlinien für eine kinderfreundliche Justiz), wenn Strukturen und Mechanismen zum Schutz von Kindern vor allen Formen von Gewalt festgelegt werden;
  • Aufruf an die kommunalen und regionalen Stellen, Kampagnen zu starten, Aufklärungsinstrumente zu entwickeln, um sexuelle Gewalt gegen Kinder zu verhindern, insbesondere die Verbreitung und Annahme von Aufklärungsmaterial für die Kampagne, um Eltern und Betreuer darin zu unterstützen, mit Kindern in einer kinderfreundlichen Weise über sexuelle Gewalt zu sprechen;
  • Förderung eines alle Akteure umfassenden Ansatzes und Aufruf an die kommunalen und regionalen Stellen, koordinierte interdisziplinäre Strukturen, Prozesse und Mechanismen zu entwickeln, um sexuelle Gewalt gegen Kinder zu bekämpfen;
  • Entwicklung einer Kultur, in der Städte und Regionen kinderfreundlicher sind und den Kindern und Jugendlichen erlauben, in bedeutungsvoller Weise an der Entwicklung sicherer Gemeinden frei von sexueller Gewalt zu partizipieren.

Der Antrag wurde am 24.10.2013 im Plenum einstimmig angenommen, ein entsprechender Beschluss ist ergangen.

Parlamentsdokumentation

Status: angenommen

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